Jeder von uns kennt Krisen. Sie sind ein wiederkehrendes Thema in unserem Leben. Eine Krise ist ein Bruch in unserer Balance. Unerwartet stehen die Krisen plötzlich vor unserer Tür.

Sie sind aber auch das normalste der Welt. Sie wollen gemeistert werden, wollen uns herausfordern, wollen, dass wir eine Veränderung vornehmen.

Sich bewusst zu machen, dass man allem Schmerz zum Trotz, die Veränderung immer noch selber gestalten kann, hilft dabei, das Erlebte besser zu verarbeiten.

Eine Krise ist immer eine Chance, den bisherigen Lebensentwurf zu korrigieren und neue Verhaltensmuster, Ideen und Vorstellungen einzuarbeiten.

Krisen können etwa eine Krankheit, ein Unfall oder ein anderer Unglücksfall sein. Oft sind es auch Übergänge in andere Lebensphasen oder Umbrüche und Veränderungen, welche das Leben für uns bereithält.  Für Kinder ist der Übergang in die Pubertät eine Krise. Erwachsene erleben den Übergang in die Elternschaft oft als krisenhaft. Für viele Männer und Frauen bedeutet die sogenannte „Midlife-Crisis“ schwere seelische Einbrüche.

Jeder kennt das Gefühl, in ein tiefes Loch zu fallen. Eine große Schwere legt sich über alles und man denkt, es bleibt für immer so.

Grob kann eine Krise in vier Phasen gegliedert werden, analog zu einem schöpferischen Prozess. Meist gehen diese Phasen ineinander über und sind wegen ihrer Überlappung oft nicht ganz klar voneinander abzugrenzen. Es kommt auch vor, dass sich Phasen wiederholen:

1. Phase des „Nicht-wahrhaben-Wollens“

Steckt man in dieser ersten Phase, wehrt man sich gegen die Veränderung und will die Krise einfach nicht wahrhaben. Man muss Geduld haben und sich Zeit nehmen, um den Schock zu verarbeiten. Das Aufkommen von Gedanken wie „Das muss ein Irrtum sein!“ oder „Warum geschieht dies ausgerechnet mir?“ sind vollkommen normal. Es herrscht ein Gefühl der inneren Leere einhergehend mit einem großen Gefühl der Empfindungslosigkeit.

2. Phase der aufbrechenden, chaotischen Emotionen

In dieser Phase weicht die Verneinung und Verleugnung der Reaktionsphase. Langsam beginnt man der Wahrheit ins Gesicht zu schauen und akzeptiert ganz langsam die Veränderung. 

Man gewinnt langsam Abstand zur Situation und eine innere Reinigung setzt ein, welche man am liebsten nicht durchleben möchte. Die meisten Menschen ziehen sich in dieser Phase zurück und gehen durch die tiefen Täler von verschiedenen Gefühlen, wie Wut, Schmerz, Zorn, Freude oder auch Angst.

Man fühlt sich machtlos und hoffnungslos. Es ist hilfreich, sich in dieser Phase daran zu erinnern, dass man schon viel Krisen im Leben gemeistert hat und man kann gedanklich von dieser Stärke profitieren.

3. Phase des Suchens, Findens, und Sich Trennens

Hat man erfolgreich die zweite Phase hinter sich gebracht und hat man neue Kraft geschöpft, fängt man an zu überlegen, in welche Richtung es weitergehen soll. Es zeichnen sich Lösungswege und Auswege ab und es wird mit kleinen Mini-Schritten in die Zukunft geblickt. Nach dem ersten zeitlichen Abstand gibt es Raum für die Erkenntnis und die Reflektion. Mit einem Perspektivwechsel kann man das positive aus der Situation herausziehen und sehen, wie sehr man an dieser Krise gewachsen ist. 

4. Phase des neuen Selbst- und Weltbezuges

Man hat sich mit seiner neuen Situation arrangiert und kann sich kraftvoll mit dieser verbinden; neue Verhaltensweisen und Einsichten werden ausprobiert.

Wir müssen durch die Krisen wie durch einen Geburtskanal gehen, um Dinge hinter uns zu lassen und loszulassen, um diesen Krisen zu einem „positiven“ Abschluss zu bringen.

Gelingt das nicht und bleibt man in einer Phase stecken, kann das zu seelischen und körperlichen Krankheiten führen.

Es gibt Menschen auf dieser Welt, die sich schneller als andere von Krisen erholen. Sie haben eine innere Kraft und ein starkes emotionales Immunsystem. Sie kennen ihre Werte und Bedürfnisse und können schneller die neue Situation aktiv gestalten.

Solche  Menschen stimmen der neuen Situation schneller zu, übernehmen volle Verantwortung für diese und steuern ihr Schicksal mit einer positiven Einstellung zum Leben.

Sie durchlaufen die Krise mit einer optimistischen Grundhaltung und sammeln ihre wertvollen Erfahrungen in der Situation.

Diese Menschen haben ein sehr starkes Selbstwertgefühl und sehen Krisen als Herausforderungen an, die einem das Leben vor die Füße wirft. Wenn du Unterstützung benötigst, melde dich doch einfach bei mir.

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